Die Tierfutterindustrie und ihre Machenschaften…

Aber lassen Sie die nachfolgende Zusammensetzung ein wenig auf sich wirken:

An und für sich liest sich die Zusammensetzung auf den ersten Blick nicht schlimm. Ein wenig Fleisch, einige tierische und pflanzliche Nebenerzeugnisse, Getreide (Sinn und Unsinn sei mal dahingestellt).

Aber was unter Zusatzstoffen (ernährungsphysiologische Zusatzstoffe) hier erscheint, das haut wirklich der Krone den Zacken aus.

Eisenoxid!

Für diejenigen, die möglicherweise in Chemie nicht sehr bewandert sind, es handelt sich hierbei um das, was umgangssprachlich als ROST bezeichnet wird.

Leider schweigt sich die Deklaration darüber aus, welches Eisenoxid genau beigemischt wurde. Es dürfte sich hierbei aber wahrscheinlich um Fe2O3 (Eisen(III)-oxid) handeln.

Dass hier im gezeigten „Katzenfutter“ zusätzlich noch Karamell (Zucker) beigefügt wird, gerät hier fast zur Nebensache, aber auch der Zucker hat nichts hier drin zu suchen. Abgesehen von der Bezeichnung „natürlicher Karamell“. Was sollte denn dann bitte unnatürlicher Karamell sein? Wissenschaftlich nachgewiesen ist, dass Katzen noch nicht einmal „süß“ schmecken können. Dennoch sind auch Katzen nicht vor Krankheiten, wie z.B. Diabetes mellitus gefeit. Die Industrie will uns zwar sagen, dass die Zuckermenge so gering sei, dass es nicht zu Krankheiten kommen kann, aber auf der anderen Seite sollen die Katzen ja auch brav auch Rost fressen.

Ja, gekochte tierische Pampe sieht nunmal grau aus. Wieso muss man dem Tierbesitzer eine schöne braune Farbe vorgaukeln und das Tier Dinge fressen lassen, die noch nichtmal wir zu uns nehmen würden.

Oder wer würde gerne an einer rostigen Eisenstange lutschen? Die Tatsache, dass man benanntes Eisenoxid auch durchaus im menschlichen Bereich finden kann, z.B. als Farbe von braunen Tabletten, rechtfertigt noch lange nicht, dass man dieses einfach mal ins „Tierfutter“ mogelt.

Das Erfreuliche hierbei ist, dass diese relativ bekannte „Futtermittelhersteller“ immerhin diese Dinge deklariert.

Interessanterweise wird mittlerweile auf einigen Internetseiten beschrieben, dass Eisenoxid eine natürliche Quelle für Eisen sei. Das ist und bleibt absoluter Quatsch! Eisenoxid ist das Endprodukt einer Oxidation und kann vom Körper nicht in die ionisierte Form umgewandelt werden!

Vor allem kann man anhand dieser Aussage „natürliche Eisenquelle“ ersehen, welche Internetseiten einfach abschreiben, ohne den Sinn zu hinterfragen…

Also achten Sie bei ihrem nächsten Einkauf, dass Sie keine rostigen Nägel mitkaufen.

Tröstlich ist immerhin, dass Rost scheinbar keine negativen Auswirkungen auf den Körper hat. Er kann mit Eisenoxid nichts anfangen und scheidet es einfach aus.

Ein rostiger Nachgeschmack bleibt allemal.